© 2014 Rupert Grottenthaler
Die Faszination der Holzbrandkeramik Meine    Begeisterung    für    die    Holzbrandkeramik    entfachte    der    Japaner    Masakazu Kusakabe.   Er   inspirierte   mich   durch   sein   Buch   über   Holzbrand   und   durch   persönliche Begegnungen,   den   ersten   rauchlosen   Sasukenei-Holzbrandofen   2008   in   Europa   zu bauen.   Sasukenei   heißt   so   viel   wie   „mach   dir   keine   Sorgen,   lass   los!“   Eine   wunderbare Aufforderung   in   unserer   Zeit   und   auch   eine   Notwendigkeit,   wenn   man   ohne   Strom,   nur mit      nachwachsender   Energie   anspruchsvolle   Keramik   erstellen   will.   Diese   wird   im getrockneten   Zustand   in   den   Ofen   eingeräumt,   welcher   dann   drei   Tage   und   drei   Nächte mit     unterschiedlichen     Hölzern     bis     über     1300º     Grad     geheizt     wird.     Die     hohen Temperaturen,   das   Spiel   der   Flammen   und   der   Flug   der      Asche   hinterlassen   nun   ihre unvergleichbaren   Spuren   auf   Gefäßen   und   Objekten.   Es   kommt   zu   einzigartigen   und immer    wieder    überraschenden    Ergebnissen.    Das    Brennen,    bei    dem    sich    der    Ton, handwerkliches    Können    und    der    Zufall    vereinen,    gehört    so    entscheidend    mit    zum kreativen    Prozess.    Mein    Anliegen    ist    es,    mit    meinen    keramischen    Arbeiten    den interessierten      Menschen   zu   zeigen,   welche   Möglichkeiten   das   Zusammenwirken   der Urkräfte     der     Natur     eröffnen     kann     und     dass     man     um     auf     beeindruckende, ungewöhnliche    Ergebnisse    zu    kommen    in    bestimmten    Phasen    auch    ruhig    mal loslassen darf.
unter der Feuerung Reduktion
Der Rauchlose Sasukenei-Brennofen, kurz nach der Fertigstellung im September 2008